Kein Gentechnik-Anbau auf städtischen Flächen
Themen - Stadtratsfraktion
Geschrieben von: Petra Kleine   

Ingolstadt hat es jetzt amtlich und kann mit dem Logo "Gentechnikanbaufreie Stadt Bayern" werben. 2004 hatte die Grüne Stadtratsfraktion beantragt, auf städtischen Flächen keinen Gentechnik-Anbau zuzulassen. Schon einen Monat später hat die Stadtverwaltung den Vorschlag umgesetzt und wurde jetzt dafür vom Freistaat Bayern ausgezeichnet. 


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Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion vom 30. April 2004:

Kein Gen-Anbau auf städtischen Flächen

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!

 

Am 18. April trat in der gesamten EU eine „Verordnung zur Zulassung, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von genetisch modifizierten Organismen“ in Kraft. In diesem Zusammen-hang stellen wir folgenden

Antrag:

 

Die Stadt Ingolstadt lässt auf ihren landwirtschaftlichen Flächen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht zu. Neue Pachtverträge erhalten eine entsprechende Ausschluss-klausel, bestehende Verträge werden dahingehend ergänzt.

 

Begründung:

 

Die Bevölkerung in ganz Deutschland wünscht mit großer Mehrheit keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Auch die regionalen Bauern und der Bauernverband lehnen dies ab. Die Region 10 sollte insgesamt eine gentechnikfreie Anbauzone werden, denn nur wenn in weiträumigen Gebieten kein gentechnisch verändertes Saatgut angebaut wird, ist der unerwünschte Pollenflug auf unbelastete Felder zu verhindern. Gen-Saatgut auf benachbarten Feldern bedeutet das Aus für jeden ökologischen landwirtschaftlichen Betrieb in der Umgebung. Der Bauernverband proklamierte erst unlängst eine gentechnikfreie Anbauzone für den Landkreis Eichstätt und Ingolstadt und möchte die Bauern zu einer Selbstver-pflichtung motivieren. Das Verbot des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen soll vor allem ein Zeichen gegen diese unerwünschte Nahrungsmittel-produktion sein und den Bauernverband und die Landwirte in ihren Bemühungen unter-stützen. Die Kirchen haben für ihre landwirtschaftlichen Flächen die Pachtverträge bereits entsprechend geändert, da die Risiken der Gentechnik noch längst nicht erforscht sind. Es gibt in der EU keinen Nahrungsmittel-Engpass der diese biologische Risikotechnologie erforderlich macht.

 

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Antwort der Stadt Ingolstadt vom 27.5.2004:

 

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