Taschenspielertricks mit PVC
Themen - Energie und Umwelt
Geschrieben von: Ulrich Krumwiede   
Mittwoch, den 30. Juli 2008 um 00:00 Uhr
Zeitung: DONAUKURIER
Titel: Taschenspielertricks mit PVC
Bezug: staatliche Energie-Einsparprogramme
erschienen: 30. 07. 2008
Verfasser: Ulrich Krumwiede

 

 

Ich finde es unverantwortlich, in das Antragspaket für staatliche Energie-Einsparprogramme neben sinnvollen Wärmeschutzverglasungen auch die neuen PVC-Fensterrahmen hineinzupacken. Die Folgen dieses profitablen Taschenspielertricks tragen nicht die heutigen Entscheidungsträger sondern die kommenden Generationen. Für Fensterrahmen wird der natürliche, nachwachsenden Rohstoff Holz missachtet und statt dessen die Umwelt mit einer gefährlichen Zeitbombe belastet.

 

Was ist mit dem Ingolstädter PVC-Verbot von 1989? Das giftige Chlor, aus dem PVC zu 40 Prozent besteht, stammt aus der Natronlaugen-Herstellung und wird „kostenlos“ in PVC-Produkten entsorgt. Die heutigen PVC-Müllberge können nur zu zwölf Prozent als Downcycling und nicht als Recycling z.B. in Parkbänken aufbereitet werden. Die PVC-Mengen im Restmüll steigen ständig an und erhöhen die gefährlichen Anteile von Dioxinen im Abgas der Müllverbrennungsanlagen.

 

Was heute billig ist, kommt uns morgen teuer zu stehen.

 

Ulrich Krumwiede

 

 

 

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