"Turbine läuft mit Mach 1"
Themen - Energie und Umwelt
Geschrieben von: Ulrich Krumwiede   
Montag, den 22. Oktober 2007 um 00:00 Uhr

LESERBRIEF 12.01.2006

Die Planungen von E.ON und Siemens für das Kraftwerk in Irsching sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende Auge freut sich über den Verzicht auf die Verbrennung von schwefelhaltigem Schweröl sowie über die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der modernen GuD-Technologie. Atomstrom wird kurzfristig nicht mehr konkurrenzfähig sein.

Das weinende Auge gilt den unlösbaren Nachteilen des Großkraftwerks Irsching und dem fossilen Brennstoff Erdgas:

-  Enorme „Abwärme“-Mengen, die mit dem beheizten Freibad und auch mit aufwändigen Fernwärmeleitungen nicht genutzt werden können.

- Übertragungsverluste der Hochspannungsleitungen wegen großer Entfernungen zu den Stromkunden.

- Erdgas hat wegen der aktuellen Lage in Russland und in der Ukraine keinen guten Ruf. Wie werden sich die Preise für Strom aus Erdgas entwickeln? Etwa so wie die Heizölpreise?

Der E.ON-Vorstandsvorsitzende, Dr. Johannes Teyssen, bezeichnet das Vorhaben in Irsching als „wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“. Mit dieser Demagogie will er uns einen Dinosaurier der Technik als umweltfreundlich verkaufen. Nur neuer Wein in alten Schläuchen!

Wir brauchen nicht die größte Gasturbine der Welt, sondern die kleinste für die dezentrale Energieversorgung!

Ulrich Krumwiede

 

 

 

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