EnergINwende - IN BürgerINnenhand!
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Geschrieben von: Christian Höbusch   
Mittwoch, den 03. August 2011 um 13:13 Uhr

In der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause am 28.7. ist aus dem Dringlichkeitsantrag zu einem Energie- und Klimakonzept IN, den unsere grünen Stadträtinnen gemeinsam mit ÖDP und SPD eingebracht haben, immerhin ein Prüfungsantrag geworden. Was nun damit geschieht, bleibt abzuwarten und ist genau zu beobachten, denn wir brauchen in Ingolstadt ein ganzheitliches Energie- und Klimakonzept.

Und auch die Stadtwerke wollen erst mal prüfen. Im DK vom 2.8. ist so schon nachzulesen, dass zur Frage der Windenergienutzung im Stadtgebiet von den Stadtwerken ein Gutachten in Auftrag gegeben werden soll.

 

Es fragt sich, ob der Geschäftsführer der Stadtwerke, Herr Bolle, dessen „Ergebnis“ eigentlich nicht schon kennt, wenn er meint, dass „die Verhältnisse eher schlecht“ für Windenergieerzeugung in Ingolstadt seien. Ganz ähnlich hatte sich der Chef der Stadtwerke sich auch schon auf der Energiekonferenz zur „Energieerzeugung“ geäußert.

 

Gleichzeitig liest man, dass im Raum Ingolstadt der Bau eines Gasturbinen-Kraftwerks aber für gut möglich gehalten wird. Bei der Wasserkraft sei deren Nutzung in Ingolstadt jedoch schon „größtenteils ausgereizt“.

Von der Möglichkeit, sich über die Stadtwerke oder durch andere Formen der Zusammenarbeit auch an Energieerzeugungs-Projekten jenseits der Grenzen Ingolstadts zu beteiligen, ist leider nicht die Rede.

 

So hat beispielsweise sogar die bayerische Staatsregierung in ihrem Energiekonzept „Energie innovativ“ vom 24. Mai zu Ausdruck gebracht, dass kommunale Energieversorger im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit in Windenergieanlagen investieren sollen.

 

Auch könnte sich Ingolstadt in der Planungsregion 10, die für die weitere Ausweisung von Flächen für Windenergie zuständig ist, für eine größere Nutzung der Windenergie in unserer Region einsetzen.

 

Dazu fehlt es aber weiterhin an einem übergreifenden Energie- und Klimakonzept für Ingolstadt, das wir Grüne nochmals nachdrücklich einfordern. Denn nur wenn man das Ziel kennt, kann man dann auch den schnellsten Weg dorthin finden.

 

Die Grünen im bayerischen Landtag haben kürzlich zur Windenergie in Bayern im eine gesonderte Anfrage an die Staatsregierung gerichtet. Diese Anfrage, die Antwort und weitere Unterlagen zur Energiewende in Bayern finden sich in aller Ausführlichkeit HIER.

 

Fazit ist dort unter anderen Gesichtspunkten auch, dass wir in großen Teilen unserer Energieversorgung die Einrichtung dezentraler Strukturen brauchen. In diesem Zusammenhang befürworten wir die Gründung von Bürgerenergievereinen und Bürgerwindanlagen. Ein Büger-Solar Kraftwerk haben wir ja schon in Ingolstadt.

Auch könnte man in diesem Zusammenhang über die Rekommunalisierung der Energieversorgung das Nachdenken beginnen.

 

Die BürgerInnen müssen jetzt vor Ort aktiver werden, damit die EnergINwende auch eine BürgerInnenwende wird. Die Zeit drängt, denn aus dem Ausstieg aus der Atomenergie soll kein Einstieg in die Kohle- und Gaswirtschaft werden!

 

Kommentare  

 
+1 #2 Christoph Lauer 2011-08-20 19:01
Think Global - Act Local.
Die Frage ist nicht: Was ist die allheilbringend e Superlösung, sondern: Welchen Beitrag können wir hier in Ingolstadt leisten?
Gute Antworten wäre:
* Förderung der existienziellen Nahversorgung (Stichwort: Stadt der wurzen Wege)
* Trimmung der Stadtwerke auf erneuerbaren Energien
* Eine Agenda 2025 für die Versorgungsfrag en von Ingolstadt

Grüße,

CL
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0 #1 Christian Höbusch 2011-08-12 14:51
Sehr interessante Informationen zur Energiewende in Deutschland finden sich übrigens auch in dem speziellen Angebot des Öko-Instituts Freiburg: www.energiewende.de
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