Strom aus dem Seekabel und aus Tiefenerdwärme
Themen - Atomausstieg - Energiewende
Geschrieben von: Ulrich Krumwiede   
Freitag, den 08. April 2011 um 08:14 Uhr

Seekabel zur Nutzung der Wasserkraft und als Energiespeicher

Video über das NORGER-Seekabel von Norwegen über/unter die Nordsee nach Deutschland:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video887248.html

Bundeswirtschaftsminister (Brüderle)Rösler/FDP blockiert über die Gesetzgebung den Seekabel-Anschluss nach Norwegen. Hier ein Kommentar von Ingrid Nestle, MdB, Sprecherin für Energiewirtschaft der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

http://ingrid-nestle.de/detail/nachricht/seekabel-nach-norwegen-regierung-steht-auf-der-leitung.html

Allein der Anschluss des NORGER-Kabels entspricht der Leistung des Atomkraftwerks Unterweser. Weitere Anschlüsse könnten europaweit bis zu 60 Atomkraftwerke ersetzen. Außerdem bietet der Seekabel-Anschluss die Speichermöglichkeit von Strom aus Windkraftanlagen, indem die Speicherseen in Norwegen gefüllt werden. Bei zu viel Wind wird der Strom zur Zeit einfach vom Netz getrennt. Brüderle müsste in die Verordnung nur den Begriff "Seekabel" einfügen. Um die Atomkonzerne zu schützen, sah er aber bis jetzt "keinen Änderungsbedarf". In Deutschland dürfen laut Gesetzestext bisher nur Kraftwerke Strom in das Netz einspeisen, nicht aber "Kabel". Aus Angst vor Machtverlust kommt nach Fukushima nun vielleicht Bewegung in den Quadratschädel des Ministers.

 

Tiefenerdwärme zur Grundlast-Stromerzeugung und zur Nahwärmeversorgung

Ein weiterer Baustein im Energiemix für die Grundlast der Stromerzeugung ist die Tiefenerdwärme:

http://www.geothermie-unterhaching.de/cms/geothermie/web.nsf/id/pa_technologie.html

Es fehlt aber noch am politischen Willen, diese erneuerbare Energie zu nutzen. Ein Geothermie-Kraftwerk ist so groß wie ein Zweifamilienhaus und nutzt die Erdwärme zur Strom- und Nahwärmeversorgung über eine Dauer von 100 Jahren. Das nächste Kraftwerk kann in einem Abstand von 5 km errichtet werden. Geeignet ist das Gebiet über dem "Molasse-Becken" im Voralpenland.

Ulrich Krumwiede

 

 

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